Dieser auf der Website der Japan Racing Pigeon Association (JRPA) veröffentlichte Abschnitt aus der früher publizierten Serie „Die Geschichte der Taubenwelt Japans“ untersucht den Verlauf der Tauben- und Kommunikationspraktiken in Japan im 19. Jahrhundert.
Der Artikel stellt fest, dass Quellen aus der Zeit des Satsuma–Britannien-Kriegs zeigen, dass trotz der erwarteten Angriffe der britischen Flotte die Verwendung von Brieftauben zur Nachrichtenübermittlung nicht praktiziert wurde. Im gleichen Zeitraum wird in den Aufzeichnungen von Saigo Takamori aus dem Jahr 1862 ein selten vorkommender Diensttitel erwähnt; dies könnte auf ein Aufgabenfeld hinweisen, das mit Infanteriebeobachtung sowie mit Vögeln, insbesondere mit Falkenausbildung und -aufsicht, verbunden war.
Der Beitrag vermerkt, dass im September 1865 (Keio 1) die Flaggenkommunikation erstmals öffentlich erlaubt wurde; er bezieht sich auf einen Zeitschriftenartikel aus Taisho 14 (Januar), wonach diese Entscheidung getroffen wurde, nachdem lokale Beobachter fremde Kriegsschiffe bemerkten und die Behörden warnten.
Der Text betont außerdem, dass langjährige feudale Praktiken die Taubenhaltung in der Bevölkerung einschränkten und damit die Entwicklung heimischer Kommunikationstechniken hemmten; dies habe dazu geführt, dass Japan gegenüber den in Europa rasch fortschreitenden Entwicklungen im Brieftaubensport und in der Kommunikationstechnologie zurückblieb (zum Beispiel die schnellen Heimkehrzeiten von Tauben aus dem Hause Rothschild und die bereits zu Zeiten Napoléon III entwickelten Rennuhren).
Der Text erinnert daran, dass bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio rund 8.000 Renntauben freigelassen wurden, was damals einen Boom auslöste, und dass es heute in Japan etwa 10.000 Enthusiasten gibt, die hauptsächlich Männer mittleren Alters und älter sind und zwei Hauptorganisationen des Taubenrennsports angehören. Der Beitrag endet mit dem Hinweis, dass das Thema fortgesetzt wird.